Artikel: Elektrifizierung der Erzgebirgsbahn schreitet voran
Bereits Ende Februar konnte die DB RegioNetz Erzgebirgsbahn die Oberleitung zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd in Betrieb nehmen. Auf dem rund 2,6 Kilometer langen Abschnitt fahren die Züge im Güterverkehr nun elektrisch. Dafür wurden 57 Oberleitungsmasten aufgestellt und rund 6.500 Meter Leitungen montiert.
Zusätzlich hat die DB eine neue Fernwirkunterstation gebaut. Diese Anlage steuert und überwacht die Oberleitungsschalter aus der Ferne. Zudem wurde die Leit- und Sicherungstechnik angepasst. Sie sorgt dafür, dass Signale, Weichen und Bahnübergänge sicher zusammenarbeiten.
Vollständige Elektrifizierung bringt Vorteile
Der nun fertiggestellte Abschnitt zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd ist die erste Baustufe auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung bis Aue. Schritt für Schritt wird die Infrastruktur so ausgebaut, dass der Zugverkehr im Erzgebirge leistungsfähiger wird. Für Fahrgäste ergeben sich dadurch gleich mehrere Vorteile.
Elektrische Züge sind umweltfreundlicher als Dieselfahrzeuge. Zudem beschleunigen sie in der Regel schneller. Das hilft, um Fahrpläne stabiler einhalten und Verspätungen abbauen zu können. Der Zugverkehr auf der Verbindung Chemnitz–Aue kann dadurch in Zukunft besser mit anderen Linien verknüpft werden. Ziel ist es, die Verbindung für Pendelnde, Schüler:innen und Reisende verlässlicher zu machen und das Angebot langfristig zu stärken.