Artikel: Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene gestartet
Die Sicherheit von Kund:innen und Mitarbeitenden hat bei der Deutschen Bahn oberste Priorität. Darum haben sich Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Arbeitnehmervertretern und der Verkehrsbranche jetzt auf Handlungsfelder für einen gemeinsamen „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ verständigt, um die zahlreichen bestehenden Maßnahmen weiterzuentwickeln. Hintergrund des Sicherheitsgipfels, zu dem die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla eingeladen hatte, war der brutale und tödliche Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar in einem Regionalzug Anfang Februar.
Der Aktionsplan markiert einen Wendepunkt weg von reiner Reaktion hin zu stärkerer Prävention und schnellerer Hilfeleistung. Konkret wird die Deutsche Bahn kurzfristig mehrere Maßnahmen umsetzen. So erhalten alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt im Nahverkehr, Fernverkehr und an Bahnhöfen ab diesem Jahr Bodycams, deren Nutzung freiwillig ist. Zusätzlich werden 200 weitere Sicherheitskräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen eingesetzt. Auch die persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeitenden wird verbessert. Parallel dazu intensiviert die DB die Schulungen in Verhaltens- und Deeskalationstechniken.
Damit Mitarbeitende im Ernstfall schneller Unterstützung erhalten, wird der bereits vorhandene Hilferufknopf („Prio-Ruf“) weiter ausgebaut und technisch optimiert. Darüber hinaus richtet die DB gemeinsam mit der Bundespolizei regionale Sicherheitswerkstätten ein, um lokale Sicherheitskonzepte gezielt weiterzuentwickeln. Bei DB Regio gilt in Zukunft das Prinzip „Eigensicherung vor Prüfung“: Ab dem 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.