Über den neuen Korridor entlang der DB-Strecke können sich verschiedene Teilpopulationen von Schlingnattern wieder zusammenschließen.
News
22.03.2021

Neuer Schlingnatterkorridor verbindet Lebensräume

Der Artenschutz liegt uns bei der Deutschen Bahn am Herzen. Seit 2010 konnten wir mehr als 32.000 Natur- und Artschutzmaßnahmen umsetzen – und jedes Jahr kommen neue dazu. Aktuell unterstützen wir in der Lüneburger Heide den Bau eines rund fünf Kilometer breiten Korridors entlang unserer Bahnschiene. Damit ermöglichen wir kleinen, voneinander getrennten Populationen der bedrohten Schlingnatter, sich zu größeren Populationen zusammenzuschließen.

Entstehen soll der Korridor am Streckenabschnitt zwischen Handeloh und Schneverdingen in Niedersachsen. Dort waren durch Nutzungsintensivierung und Aufforstung viele voneinander getrennte Heidegebiete entstanden, die wir nun durch den Korridor wieder verbinden. Indem wir die dunklen Waldränder lichten, schaffen wir an der Strecke bessere Bedingungen für die Schlingnattern. In dem Korridor können sich die gefährdeten Tiere ungestört von einer Heidelandschaft zur nächsten bewegen. Auf diese Weise wird der Lebensraum der Reptilien vergrößert und der Austausch zwischen den einzelnen Teilpopulationen unterstützt.

Stärkung von Lebensräumen durch Aufwertung von Biotopen

Von der Maßnahme profitiert auch die Zauneidechse. Sie findet entlang des Gleisbettes ideale Versteckmöglichkeiten und unzählige Sonnenplätze. Somit dient der Korridor den beiden Reptilienarten und vielen anderen Arten nicht nur als Wanderkorridor, sondern auch als Lebensraum.

Das Projekt wird durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gemeinsam mit dem Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide und den Klosterforsten sowie lokalen Firmen umgesetzt und von uns unterstützt. Die Finanzierung der Maßnahme läuft über das EU-geförderte Integrierte LIFE-Projekt "Atlantische Sandlandschaften".