Warum die Deutsche Bahn einen Biber-Manager hat

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  • Ein Biber nagt im Fluss an einem kleinen Stück Holz.
    Ende des Sliders

    Biber zählen in Deutschland zu den geschützten Arten. Die Tiere haben sich vor allem in Bayern über das ganze Land verteilt, ihre Reviere befinden sich oft in Gewässern entlang von Bahntrassen. Um ihre Lebensräume zu schützen und gleichzeitig die Betriebssicherheit gewährleisten zu können, hat DB InfraGO im Regionalbereich Süd ein präventives Bibermanagement etabliert.

    Dem Biber einen Schritt voraus

    Hier kommt der Biber-Manager der DB ins Spiel, ein staatlich geprüfter Biberberater. Er sorgt dafür, dass die Tiere nicht die Bahndämme weiter aushöhlen und so den Zugverkehr gefährden können. Dafür wurde zum Beispiel zwischen Buchloe und Memmingen eine sogenannte Kanister-Kette in einem Bach installiert, an dem der Biber einen Damm errichten wollte. Die gefüllten Kanister sorgen dafür, dass nur wenig Wasser abfließt. Zudem verhindern sie, dass der Biber seinen Damm weiter ausbaut. Dadurch wird der Bahndamm gesichert und gleichzeitig der Lebensraum des Bibers erhalten. 

    Gemeinsam mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf untersucht DB InfraGO in einem Forschungsprojekt noch weitere Möglichkeiten, um die Lebensräume der Nagetiere an den Strecken nachhaltig zu schützen. 

    Eine Person in Warnweste hockt an einem Biberdamm und hält einen langen Stock ins Wasser.
    Der Biberbeauftragte der DB, Michael Schmitt, im Einsatz

    Wohnung mit Unterwasserzugang

    An der Bahnstrecke bei Landshut wurde in einem Pilotprojekt der deutschlandweit erste künstliche Biberbau am nahegelegenen Weiherbach errichtet. Der Erdbau besteht aus Betonrohren und hat einen Unterwasserzugang und Lüftungsschacht. Er soll den Tieren zukünftig Heimat spenden und dadurch verhindern, dass sie das Erdreich in der Nähe der Gleise auflockern.