Um Güter direkt bis zum Gleisanschluss der Kunden zu transportieren, kann derzeit noch nicht komplett auf den Einsatz herkömmlicher Dieselloks verzichtet werden. Um diese „letzte Meile“ klimafreundlicher zu machen, setzt die Deutsche Bahn sogenannte Zweikraftloks ein.
Doppelter Antrieb, doppelter Nutzen
Zweikraftloks sind auf Strecken mit Oberleitung elektrisch unterwegs, auf allen anderen Strecken kann in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden – ganz ohne Lokwechsel. So können die Zweikraftloks sowohl als Streckenloks für schwere Übergabefahrten sowie als Rangierloks im Güterverkehr aber auch als Streckenloks im Fernverkehr eingesetzt werden. Das reduziert insgesamt den Dieselverbrauch, senkt die Treibhausgasemissionen und sorgt gleichzeitig für weniger Lärmbelastung.
Groß und leistungsfähig
Die neuen Zweikraftloks unterstützen bereits den Flottenbestand der DB. Dafür wurde mit Siemens Mobility ein entsprechender Rahmenvertrag geschlossen. Zunächst wurden rund 150 Loks bestellt, die nun sukzessive an DB Cargo und DB Ferverkehr ausgeliefert werden.
Darüber hinaus arbeitet die Deutsche Bahn daran, ihre Dieselflotte mit alternativen Kraftstoffen zu betanken. DB Cargo hat in Deutschland den Einsatz des Biokraftstoffs HVO bereits für die gesamte Flotte der Rangier- und Streckendieselloks im Güterverkehr getestet und freigegeben.