Bei der DB wird Strom recycelt

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  • Blick auf drei verschiedene Monitore im Führerstand eines ICE. Im linken Bildrand ist ein Lokführer schemenhaft zu sehen.
    Ende des Sliders

    Die Deutsche Bahn will bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein und ihre Treibhausgasemissionen auf Net-Zero reduzieren. Auf diesem Weg setzt die DB zum Beispiel bei Zügen und Bussen auf eine möglichst hohe Energieeffizienz.

    Klug gebremst, Energie gespart

    Viele der DB-eigenen Fahrzeuge erzeugen sogar selbst Strom – ganz einfach beim Bremsen. So sind etwa alle modernen elektrischen Züge mit der sogenannten Bremsenergierückspeisung ausgestattet.

    Beim Bremsen arbeiten die Motoren der Züge als Generatoren. Dadurch wandeln sie die Bewegungsenergie in Strom um, der in die Oberleitung zurückfließt und anschließend von anderen Zügen genutzt werden kann. Im Jahr 2024 waren das insgesamt rund 1.500 Gigawattstunden Strom.

    Grafische Darstellung der Funktionsweise der Bremsenergierückspeisung im Zug.
    Die Grafik erklärt das Grundprinzip der Bremsenergierückspeisung, das auf magnetischer Induktion beruht. Dabei wird Drehbewegung mit Hilfe magnetischer Felder in elektrische Energie umgewandelt. Bei der Umsetzung am Fahrzeug dreht sich der Rotor durch die Bewegungsenergie des Zuges weiter und die Induktionsspulen wandeln magnetische Energie in elektrische um. Dabei wird Strom abgegeben.
    Grafische Darstellung der Funktionsweise der Bremsenergierückspeisung im Zug.
    Quelle: DB AG
    Infografik Bremsenergierückspeisung im Zug

    Bremsenergierückspeisung für eine nachhaltige Busflotte

    Doch nicht nur die Züge können Energie mehrfach nutzen. Auch Busse der DB verfügen über Generatoren, die beim Bremsen elektrische Energie erzeugen. Diese Bremsenergie wird gespeichert und später weiterverwendet. Somit kann beispielsweise die komplette Beleuchtung betrieben werden, auch wenn der Bus steht und der Motor ausgeschaltet ist. Dadurch werden der Kraftstoffverbrauch der Busflotte reduziert und Treibhausgasemissionen eingespart.

    Viele dieser sogenannten Mild-Hybridbusse sind in der DB-Busflotte bereits im Einsatz. Dank ihrer innovativen Antriebstechnik und modernen EURO VI Motoren tragen sie dazu bei, auch den Straßenverkehr ein bisschen klimafreundlicher zu machen.

    Roter Hybridgelenkbusse von MAN mit dem Schriftzug Südbadenbus in der Displayanzeige
    Einer der neuen Hybridgelenkbusse von MAN, die die Busflotte der DB erweitern.

    Effizient aufladen, Strom recyceln

    Egal ob im Störfall oder beim Wenden im Bahnhof: Die Batterien in den ICE-Zügen versorgen das Bordnetz immer dann mit ausreichend Energie, wenn aus der Oberleitung mal kein Strom kommt. Damit die Batterien besonders lange halten, hat die Deutsche Bahn mit dem Projekt „Anderslader“ ein energieeffizientes Ladeverfahren entwickelt.

    Dafür werden die Batterien zunächst an das Stromnetz angeschlossen und komplett entladen – allerdings sehr viel langsamer und energieeffizienter als bisher. Der Trick bei diesem neuen Prozess: Die entladene Energie wird ins Stromnetz zurückgespeist – also recycelt. Im Anschluss wird die Batterie wieder über das Stromnetz aufgeladen. Das schonende Entladen hat gleich zwei positive Effekte: Zum einen bleiben die Batterien länger einsatzbereit. Zum anderen geht die entladene Energie nicht verloren, sondern wird in das öffentliche Stromnetz zurückgespeist und kann so an anderer Stelle weitergenutzt werden.

    Dieses Verfahren ist bereits bei allen ICE4-Zügen im Einsatz. So wird die Lebensdauer der Batterien verlängert und aufwändige und kostenintensive Instandsetzungsarbeiten können vermieden werden.

    Ein Mann misst den Energiestatus der Batteriezellen.
    Laden – nur andersrum: Damit die Batterien in ICE-Zügen möglichst lange halten, werden die Speicher im ersten Schritt vollständig entladen. Die entladene Energie wird ins Stromnetz zurückgespeist und kann an anderer Stelle weitergenutzt werden.

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