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29.04.2020

Deutsche Bahn stellt Lärmschutzbericht 2019 vor

Die Deutsche Bahn und der Bund kommen bei der Lärmsanierung der Schiene wie erhofft voran. Der heute veröffentlichte „Lärmschutzbericht 2019“ zeigt: In den vergangenen Jahren ist die Lärmbelastung entlang der Schiene deutlich gesunken – an bislang über 1.800 Streckenkilometern bundesweit.

118,6 Millionen Euro wurden 2019 in die Lärmsanierung investiert (2018: 97,8 Millionen Euro). Allein 53 Kilometer zusätzliche Schallschutzwände an Bestandsstrecken konnten fertiggestellt werden – damit sind es inzwischen mehr als 600 Kilometer insgesamt.

„Wir entlasten die Anwohner an den Bahnstrecken spürbar. Je leiser die Züge unterwegs sind, desto mehr Akzeptanz findet die Bahn als klimafreundliches Verkehrsmittel", sagt Andreas Gehlhaar, Leiter Nachhaltigkeit und Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der Deutschen Bahn.

Ziel von DB und Bund ist es, den Schienenverkehrslärm bis Ende 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 zu halbieren. Im Mittel soll der Schienenverkehrslärm dabei um 10 Dezibel (dB(A)) reduziert werden, was in der menschlichen Wahrnehmung der Halbierung der Lautstärke entspricht.

Unsere Zwei-Säulen-Strategie hierfür zielt einerseits auf den ortsfesten Lärmschutz als Maßnahme an der Infrastruktur, und andererseits auf die Lärmminderung an der Fahrzeugflotte. Zu den ortsfesten Maßnahmen zählen unter anderem Schallschutzwände, Schienenstegdämpfer oder Schienenschmiereinrichtungen direkt am Gleis. Über das freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes konnten so seit 1999 bis Ende 2019 rund 1.840 Streckenkilometer lärmsaniert und insgesamt 1,6 Milliarden Euro verbaut werden. Von dem Geld wurden außerdem zehntausende Wohnungen mit passivem Schallschutz ausgestattet.

Die zweite Säule neben der Lärmsanierung zielt auf leisere Güterwagen. Dazu rüsten wir unsere Güterwagen mit modernen Verbundstoffbremssohlen (Flüsterbremse) nach und schaffen neue, leisere Güterwagen an. Stand Ende 2019 sind mehr als 90 Prozent der Güterwagen – rund 57.650 – deutlich leiser unterwegs. Bis Ende des Jahres trifft dies auf die gesamte aktive Flotte von DB Cargo in Deutschland zu.